Manchmal brauchen manche Bands bei mir ein bisschen… Entweder sie liegen ungehört bei mir rum und ich entdecke sie eines Tages wieder, wo aber alle Welt schon durch mit denen sind (was auch nicht weiter schlimm ist). Oder ich höre sie mir einmal an, weil ich über sie gelesen habe oder sie ein heißer Tipp eines Freundes sind… und sie schmecken mir nicht so gut wie alt eingesessene Hymnen, und kommen deswegen auch erstmal in die Unweiten meiner itunes-Bibliothek…

Oder aber ich kenne eine Band vom Namen, wie die MGMTs, und hol mir weder die Platte noch hör mal rein, wie die irgendwie so dermaßen en vogue sind, dass ich schon gar nicht mehr will… Ich wusste von denen zum Beispiel, dass die momentan alle Indie-Leute vergöttern und die angesagt sind wie die neue Quitten-Bionade. Weiters hab ich gelesen, dass Lindsay Lohan momentan auch ein totaler MGMT-Fan ist und dann wars irgendwie sowieso aus bei mir.

Egal welcher von diesen Fällen eintritt: am Ende liebe ich sie. (Das ist natürlich nicht immer der Fall, denn oft grab ich noch mal was aus, was ich dann immer noch nicht verstehe und leiden mag und dann endgültig lösche oder aus Faulheit auch wieder gedanklich dahin packe, wo sie vor der Aktion gewesen sind…) Und dann freu ich mich, dass ich einen kleinen Schatz gefunden habe, der nichts kostet, der sich gerade deshalb in seiner Schönheit entfaltet, weil er eben diesen Wiederentdeckungswert hat, und ich mit einer Platte, die ich mag, mindestens zwei Lieder gefunden habe, die ich wohl für länger lieben werde.

… Vinyl lebt aber irgendwie doch wieder auf
und deshalb hoff ich einfach drauf …

Ein fantastisches Stück Musik ist das. Vielleicht sollten Oasis wieder mehr B-Seiten machen, die weniger bemüht sind aber großartig klingen und eine Wucht haben, die manch Single-Auskopplung in leichten Gazellensprüngen überholt…

hier noch ein paar Neuigkeiten in Sachen News. Liam wird alt, das sieht man nicht nur, man merkt es auch. Und es steht ihm gar nicht so schlecht, ruhig zu sein, keinen Scheiß zu labern und sich auf ein paar Dinge im Leben zu konzentrieren, die nicht mit Drogen, Prügel und Pöbeleien zu tun haben…

Disassociative

Juni 3, 2009

Neulich beim Händewaschen in einer fremden Stadt fiel mir plötzlich ein: Mensch Hanna, Du hast ja noch Deinen blog! Als ob er nicht mehr existiert hätte in meinem Kopf… Und in der Tat hab ich ihn wohl einfach vergessen. Hm, ja, das passiert mir aber jedes Jahr, wenn es draußen wärmer wird, wenn ich viel zu tun habe oder sehr viele Dinge schöne Dinge mache. Oder wenn alles zusammen eintrifft und ich keine Gedanken an das Internet verschwende und eben meinen blog vergesse. Das ist aber ein schönes Zeichen, sag ich Euch. Am meisten schrieb ich wohl, wenn ich sehr verloren und unglücklich war, in meinem Leben. Ob Heft, digitales Tagebuch oder Blog. Und auch wenn diese Seiten keine schwerwiegenden persönlichen Inhalte mehr haben, geht das alles wohl einher und Hanna schwebt strahlend momentan umher und ist heute einfach ihrem Platz im Internet was schuldig. Ja, es tut mir leid, hannasblog. Manchmal ist es aber einfach verdammt schön, das Leben. Das Leben da draußen.

Leider gibt es zu diesem fantastischen Lied keine ebenso fantastischen Visuals. Aber könnt ihr einfach die Augen schließen und zuhören? Euch vorstellen, wie es draußen dunkel und geheimnissvoll ist, ein paar Lichter funkeln, die nichts verraten, die aber wissen… wie die Bäume und die Vögel, die bereist schlafen…

Al(ice)les Schwarzer

Mai 19, 2009

Wie bescheuert ist eigentlich die Jules Mumm Werbung, wo Madame gerade noch nackt und in voller Erwartung in die Wanne steigen will, wo ihr ebenso nackter, vor lauter Erwartung sicher schon Luftblasen ins Wasser pupsende, Mann sitzt… als es plötzlich an der Tür klingelt und ihre Girliefreundinnen dann ein Foto durch die Tür halten, ehe dem schon eine Flasche Sekt in die Horizontale gestreckt folgt und keine 2 Sekunden vergehen, bis die Kichererbsen auf der Wohnzimmercouch sitzen und alles sooo witzig und sooo spontan finden, ehe man den Kerl in der Badewanne liegen sieht, der gelangweilt mit den Fingern auf dem Badewannenrand klopft.

Ich zweifle wie nie zuvor an der Werbelandschaft.

… aber jetzt lieben wir uns. Mitten in der Nacht. Ein bisschen schüchtern, ein bisschen traurig; aber aus vollem Herzen.

und, hach… (Augen zu und nur hören; es treibt mir Nass in die Augen, so schön ist das)

Once I saw him in the moonlight when the bats were a flyin
All alone I saw the werewolf and the werewolf was cryin

Rude weather

Mai 9, 2009

Regen, Sturm, Gewitter! Da draußen gehts grad ab und ich würd mich am liebsten im T-Shirt und offenen Armen auf die Straßen stellen und den Mund weit aufmachen und aus dem Himmel trinken.

Ich schenk Euch allen Eure 40 Grad, Sonne, Hitze, Schwitzeschweiß… Den Sommer, die Brüte, die unerträgliche Wärme von oben. Wenn ich doch nur immer dieses Wetter haben dürfte!

{… und dann überlegte sie, ob sie dieses Wetter nicht einfach so sehr liebte, weil eben dies andere den Kontrast so sehr bildete, dass das, bei Leuten so verschriene, Wetter ihr Herz manchmal so sehr ausfüllte, dass sie schreien könnte; weil sie dieses Raue, das Nasse, Unbändige und ungreifbare Energische so sehr liebte, wie sie es manchmal auch bei Sonnenschein tat; sie verstand. Es ist und war die Kolaboration dieser beiden, die, auch wenn ein Ungleichgewicht herrscht…}

W.O.W.

Mai 6, 2009

so muss sich das anfühlen

(und ich spreche hier nicht das vollkommen unglücklich gewählte Ende an…)

Verity

Mai 3, 2009

90 people get the swine flu and everybody wants to wear a mask.
A million people have AIDS and no one wants to wear a condom
.’

(Linda Maria postet this today)

Ein Geist!

Mai 1, 2009

Fand ich lustig. Und eigentlich eine ganz süße Fehlermeldung:

Grey Britian

April 27, 2009

Über die Gallows könnte ich sowieso ganze Bücher schreiben… und mit Alkohlkonsum geht das, ich sags Euch, rackzack… Denn ich höre gerade das neue Album, im myspace-stream und kann einfach nicht mehr… Meine Herren! Ein Lied jagt das eine und ich seh ihn, schreien, gebeugt, voller Kraft und Stimme, die Adern treten unter seiner Haut an die Oberfläche und spannen sich im Rhythmus des Takts… straight forward, voll in die Fresse! Gallows. Die Gallows. Chöre, Refrains, Gitarren, fett fett fett! Was ein Album! Neu, anders, aber nicht so krass, dass ich sie nicht mehr lieben würde. Knüpf einfach da an, wo Orchestra of Wolves mich so vollgeladen zurückgelassen hat… The Vulture Acts I & II, ja, der Wahnsinn! Der Wahnsinn!

Es geht weiter! Noch immer intellektuell, ausgeklügelt, feinsinnig und sowas von konkret rein… Augen schließen, mitsingen, yeeaaaahhh! Diese Stimme, diese Stimme! Ich wurde schon beim “I am so sorry” Part beim letzten Album schwach… und nun kann ich eben nicht aufhören diese Band zu preisen, zu verkünden und zu empfehlen, da sie sich in mein Herz tätowiert haben. Schwarz auf Rosa steht da ein Name, den man auf einen Blick nicht begreifen kann, bis man es hört, die Riffs, die Schreie, die lyrics… BLACK EYE!

Well, guys, i luv ya. Berlin, ich komme. Ich werde da sein und Euch live in einem Sog runterschlucken, bis ich ohnmächtig zurückgelassen werde und nicht verstehe, wie man so viel Drive und Wucht haben kann. Ohne selbst daran kaputt zu gehen.