Diabolical Reaction

Januar 13, 2009

Bin gerade verschwitzt aufgewacht und kann nicht mehr schlafen. Mein Bett ist groß, zu groß, und alles ist neu und ungewohnt.

Noel Gallagher hat kam an der Bar zu mir und hat mir, wie wahre Gentlemen das machen, den angewinkelten Ellbogen hingestreckt, sodass ich mich eingehakt habe und mit ihm davon ging. Dann hat er mir ein paar Sachen im nuscheligem Manchester-Englisch erzählt und mir aufgezählt, welch gruseligen und schrägen deutschen Wörter er nun mittlerweile kenne. Wir sind gegangen, gewandert und Rolltreppen rauf und runter gefahren. Irgendwo, an so einem Punkt, haben wir dann ein Mädchen getroffen. Blond, mit Schlafzimmerblick. Sie kam dann irgendwie mit uns und meiner Zweisamkeit, mit meinem neuen Begleiter, war ein Ende gesetzt.

Wir kamen dann in ein Lokal, dass nach außen hin eine Glasfront hatte und in der Halle war, in der Noel, scheinbar endlich (das sage ich, weil Oasis-Fans wissen, dass er seit Jahren schon von einem Solo-Album redet und die Spekulationen laufen…) auf Solopfaden unterwegs, an diesem Abend auftreten werde. Sie gingen vor – ich kam nach. Das blonde Mädchen (welches sehr gutes Englisch sprach) saß auf der Bank links und rutschte für mich rein. Am Tisch saßen noch ein paar andere Jungs, wovon der eine auch deutsch sprach und ein lustig bedrucktes Märchenbier (so die Illustration) hatte und dies Noel zeigte, der in diesem Moment auch deutsche Worte kontern konnte.

Ich musste dann kurz raus und als ich wieder kam, war die Gruppe im Auflösen und Noel war kurz da, musste dann aber los, soweit ich das von außen sehen konnte. Und dann kam mir die Idee, wenn ich schon mal da war, dass ich vorne am Ticketschalter einfach eine Karte für den Abend kaufen könnte. – Und ehe ich mich versah, stand eine alte Schulkollegin von früher neben mir, die mir ein abgerissenes Ticket von gestern in die Hand drückte und meinte, dass der heutige Tag auch noch mit drauf sei und gelte und ich solle das nun nehmen – sie habe das auch so getan.

Dann haben wir uns vorne auf die Sitzblöcke (?!) gesetzt und ich sah, dass meine alte Schulfreundin Livia, die ich seit Jahren versuche wieder zu finden, das sie damals mit mir ein heißer Oasis-Fan war, auch da war. Und so saßen wir auf den so nett arrangierten Sitzblöcken und warteten wie die Kinder auf das Kasperl-Theater. Und zu meiner Verwunderung spielten dann Smoke Blow als Vorband und eröffneten das Feuer mit Diabolical Reaction. Ich musste singen und tanzen.

Und dann bin ich aufgewacht und musste weinen. Und nun sitz ich mit dunkler Luft in meinem Zimmer, in dem ich Jahre verbracht habe, und trage ein komisches Gefühl im Bauch, welches Übelkeit dazu noch umhüllt. Draußen scheint der Mond voll und prall und hell und ich muss in 1.15 Stunden aufstehen und werd vergessen haben, wie sich das grad, so nächtlich, alles in mir anfühlt. Aber wenigstens durfte ich ein bisschen Noels ausgewählte Begleiterin sein und gratis ein Konzert sehen, so dienstags, um 6 Uhr morgens.

Advertisements

2 Responses to “Diabolical Reaction”

  1. Markus Says:

    Albträume, weil du nicht nach Hamburg kannst? Oder Alpträume?


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: