Missionare im Alltag

August 28, 2008

War eben im Obst- und Gemüseladen gegenüber.

Ich bin endlich dran an der Holzkasse (es ist irgendwo auch ein kombinierter Bioladen), nachdem die Labertasche vor mir endlich Ihre hausfräuliche Einsamkeit gefüllt und den Einkauf beendet hat.

Der Verkäufer, der wirklich aussieht wie ein Clown (hier tritt keine Boshaftigkeit an den Tag, denn es ist durch Locken, Nase und Gesichtsfarbe tatsächlich der Wirklichkeit entsprechend), nimmt meine Cola light und meint:

„Noch ist es Zeit gegen eine normale Cola umzutauschen.“

Ich drauf, ne, ich will die light Version und warum denn auch.

„Naja, wegen der Suchtmittel. Die ist giftig.“

Ich lässig drauf, dass ich mir der Gefahr bewußt bin und damit leben kann. Und noch: „Dann dürfen sie die hier eben und schon gar nicht verkaufen.“

Der Clown drauf: „Najaaaaa, ich bin ja nur Urlaubsvertretung!“

Im Rausgehen hab ich mir nur gedacht:
Dann klugscheiß hier bitte auch nicht rum und gib dem Mann im Urlaub bitte bald seinen Job in dem Laden zurück, der neben Bionüssen und Bionudeln auch giftige Cola und noch gefährlichere Schokolade verkauft um mich 2 mal die Woche toxisch zu vergiften, damit ich dann so verseuchte Blogeinträge wie diesen schreibe.

Auf dem Weg wieder ins Büro traf ich im Innenhof Regina Regenbogen, die mich kauend nachmachte und ich dachte nur: ist nun Donnerstag der bös vergiftete Tag der Woche? Haben Dienstage und Mittwoche ausgedient und bin ich nun die Zielscheibe meiner Umgebung? Hat mich keiner mehr lieb? Ist das Leben wirklich so scheiße wie cola light?

Essenzielle Fragen in einem hoch toxischen Körper.

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5 Responses to “Missionare im Alltag”


  1. 1. Nein, der Donnerstag ist und bleibt so hetero wie George, hat aber vielleicht mal kleine Aussetzer auf der Bühne, die eine Woche später aber wieder vergessen sind.

    2. Keine Angst, dienstags und mittwochs bleibts beschissen.

    3. Doch, ich, Du Nase.

    4. Hm, also, naja. Es ist ja so: es ist scheiße, aber es gibt einem dennoch eine gewisse Befriedigung, oder?

    (:

  2. Niclas Says:

    Ich würde die Scheibe von dem Laden einschmeißen. Mit ner Flasche Coke-Light; in der Hoffnung, dass diese aufplatzt und die Diedeldumbioprodukte kontaminiert.


  3. Neulich beim blaugelben Möbelhändler des Vertrauens:

    Kunde: „Ist das Fell (Schaf) echt?!“
    Ich: „Ja …“
    Kunde: „Hm, dann kann ich das wohl nicht kaufen, wissen sie ich bin Tierschützer ….“
    Ich: „Glauben sie mir, dafür wurde 110%ig kein Tier getötet.“
    Kunde: „Na ja…aber trotzdem, wer soll das denn auch sauber halten?? Die ganzen Milben und so …“
    Ich: „Stimmt, die können sie als Tierschützer ja nicht so einfach wegsaugen ….“

    *dooh*

  4. chris Says:

    einfach garnix sagen und ihn doof angucken. danach sagt er nie wieder was.

  5. Clara Says:

    Mir wurde letztens auch erzählt, in Coke Zero sei Benzol oder sowas. Egal! Koffein ist meine Droge, koste es, was es wolle.

    Und in der taz von heute steht ein bericht über Barbiepuppen, deren Weichmacher Kinder unfruchtbar machen soll.

    Was wäre eine Kindheit ohne Barbies und ein Arbeitstag ohne Cola? Na also, Cheers.


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