der junge aus der menge

November 10, 2006

dienstag. mando diao konzert in der alsterdorfer sporthalle. und ich bin jetzt nicht hier um über die location zu schreiben oder den sound zu diskutieren. denn es gibt dinge, die sind mehr als halle und ton.

ein junge. er kämpft sich durch die menge und wo viele dann brutal durchbrausen oder aufgeben und auf der stelle stehen bleiben und einem so die sicht nehmen. so bleibt er aber doch abrubt stehen, als er merkte, dass er bei meiner handtasche wohl nicht vorbeikommt, und ich werde kurz geschüttelt und verdreh die augen, weil ich die grobiane an diesem abend nicht mehr an beiden händen abzählen kann. doch der junge muss weiter, sieht, dass er wohl etwas ruppig war, fasst sich mit beiden händen meinen kopf und küsst mich auf die stirn. ’sei mir nicht böse, ich muss weiter. es reißt mich gerade so mit‘ will er mir sagen und ich blicke von hinten nur noch auf seine schwarzen locken, die inmitten von gitarrenklängen und hüpfenden menschen langsam kleiner werden und untergehen.

und ich gebe zu, dass ich keine allzu große romantikerin bin und mich dann doch dabei erwische, wie ich dann in vielen solchen kleinen momenten des lebens an großes im herzen der menschen glaube.

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2 Responses to “der junge aus der menge”


  1. Hui (!) und das auch noch bei einem Mando Diao Konzert. Feine Story. 🙂

  2. paracuda Says:

    Ja, da schau her! Die berühmte Zeitlupe mit abruptem Sprung zurück in die Realtität mit kurzem Zeitraffer. Süß.


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