Sweatheart

Juni 2, 2008

Ich sitze und klebe und schwitze und flehe…

WAR DAS DAS WAS IHR ALLE GEWOLLT HABT?????

Ich würde gerade einen ganzen Sack Gold zahlen, wenn ich dafür auf dem kalten rotbraunen Ledersofa meiner Oma liegen und billiges Wassereis von Eskimo zwischen den Zähnen haben könnte. Ich würde meine Ansprüche aber auch runterschrauben und einen klaren kalten Gebirgssee als Sprungziel wählen. Oder ein fast menschenleeres Freibad. Oder einfach eine kalte Dusche. Oder eine kalte Dusche und das Eis und die Couch und das…

ICH WERDE HIER NOCH WAHNSINNIG! ICH FÜHLE MICH WIE EIN HÜHNCHEN IM BACKROHR INKL. ROTATION. Mir ist so heiß, so heiß, so elendig schwül warm heiß! Ich ertrage… die… heute…

+ auf der Zunge

Mai 29, 2008

Wenn einem in Hamburg das Miniatur-Wunderland, die Deichtorhallen, das Gewürzmuseum in der Speicherstadt, das AFC- oder das HSV-Museum nichts mehr geben, kann man ihm eigentlich auch nicht mehr helfen. Da “eigentlich” aber sowieso ein viel zu verschwenderisch gebrauchtes Wort und meist durchaus weglassbar ist, biete ich, an diesem schönen milden Donnerstag, den Herrschaften heute folgendes:

Hamburgs Zusatzstoffmuseum, in der Bankstraße 28, hat seit gestern geöffnet, weshalb ich einfach auf guten Inhalt hoffen muss und keinen persönlichen Erlebnisbericht abgeben kann. Die Website lässt wenigstens schon ein wenig in die vollen Hallen blicken:

Ich wette, nach einem Besuch in der Bankstraße, muss man aus unbewusst auferlegten Zwängen erst mal zwei Woche im BIO-Laden einkaufen und kann in der ersten Phase dieses Verhaltensschemas erst mal nur Rohkost und pure Vollmilch (bäh) zu sich nehmen.

Da mir all sowas (leider) sowieso aber so was von egal ist, kann ich mich demnächst mal sonntags in den Laden schmeißen und Maggis FIX-Tomatensaucen im Kopf in alle chemischen Einzel- und Zusatzteile zerlegen und zerklauben. Ui, das wird ein Fest.

Und danach drück ich mir dann noch schön eine von diesen chemischen Burgersemmeln mit Sesam rein (die verlinkte Seite ist btw weiters eine schöne Quelle, wo einem der Appetit vergehen kann), klemm ein saftiges vegetarisches Filet dazwischen und schmier oben und unten noch süßsaures rotbraunes Gewürzketchup rein, damit es von Zusatzstoffen und E-Nummern nur so zwitschert.

to know it all

Mai 26, 2008

little knowledge. found on the web.

Gosspi dough

Mai 23, 2008

Was isn das für ein Tag?

Der Tag meiner ersten eigenen Druckabnahme mit Farbabstimmung. Nur ich und der Kunde , der Drucker und die Normlampe. Das ist nun ein Stück weiter, oder?

Der Tag, an dem meine Kitchen Aid vom DHL-Mann kam

Eine meine Jahresprämie zu einem Gala-Abo. Oh, ihr denkt Euch nun sicher, dieses Schundblatt ist nicht nur der letzte Gossipfetzen in Papierform, sondern auch noch die Ausbrunst der Spießigkeit. Jaja, mag sein. Die Gala ist mit Sicherheit keine Monocle (die ich an dieser Stelle den lieben Menschen dieser Erde ans Herz legen möchte!)  - aber das muss sie auch gar nicht sein. Oft braucht man einfach leichte Kost, Textpüree, das Hirn schlecht durchfickend, Promibilder im Hochformat und dazu total uninteressanter Text, den sowieso keiner liest. Aber sowas braucht man, so meine These, um einfach journalistische Juwelen wieder zu schätzen und diese von den mittelprächtigen Klolektüren zu unterscheiden.

Witzigerweise schimpfen immer alle über Gala & Co. nehmen sie beim Frisör (und gerne bei mir!) dann aber doch gerne und haben sie länger als 10 min. in der Hand. So so. Gut, auch kein Grund, sich gleich ein Abo zuzulegen. True. Aber ich blätter sie gern durch, lass mich berieseln, von den ganzen Kates und Bens aus Hollywood, schau mir Bilder von D-F Promis an und freu mich einfach, dass ich nun eine Kitchen Aid für hundertfuffzich hab. Da nimmt man so ein verräterrisches Gala-Abo dann doch gerne in Kauf.

Eines muss man ihm lassen, dem Schamoni: er ist so gut wie er aussieht.

Vielleicht muss man, um diese These zu unterstützen, auch seinen Humor haben und im besten Fall noch den Heinzer und den Plaminger mögen. Studio Braun, aber wer mag sie nicht… und das Ganze dann noch auf Hamburgs guter Bühne. Ein schöner Abend. Ein schönes Stück Humor, der mit Sinnlosigkeit, knackigen 2 Stunden und ausverkauftem Raum Gleichwertiges sucht. Und nicht findet.

Ich kann “Dorfpunks” als Theaterfassung jedem ans Herz legen, der noch die Gelegenheit hat, ins Schauspielhaus zu kommen. Nein, man muss kein Schauspielfreak sein und sich in arty farty Kost verlieren und schon gar nicht mit schwarzem Rolli aufkreuzen und um seine Füsse fürchten, die gute 120 min. in den viel zu engen schwarzen guten “Theaterschuhen” stecken. Unter uns (ja, man gönnt sich ja sonst nix) saß sogar ein Typ mit einem IGNITE Pulli, weiter vorne, eine Dame, die ich glatt mit Arielle verwechselt hätte.

Apropos IGNITE:
gutes Konzert. Sehr gutes Konzert.

1. Vorband = Schülerband = oben im Hafenklang Jever trinken. Namen vergessen. Sorry.
2. Vorband = DEATH BEFORE DISHONOR. Ein HC-Traum. Diverse Nummern durchgedrückt, Menge schwitzt, der Sänger noch mehr, Beifall, Applaus, Zugabe. Und das als Vorband. Kommen im Juli nochmals ins Hafenklang, diesmal als Headline. Zurecht! Bin sicher dabei. Denn Mr. Harris, das Tier, hats einfach, man kann es nicht anders sagen, drauf. Saugeile Liveband. Love it.

3. IGNITE. Okay, ich kann Freunde der härteren absolut verstehen. Kopfstimmen erinnern schnell an Emo-Kapellen, die dann fröhlich auf delta Radio und beim Hörsturz laufen und spätestens bei der nächsten Platte weit weg von Punkrock und Hardcore ihre Melodaien zwitschern (was auch völlig in Ordnung, in vielen Fällen aber einfach schade ist).

Aber sie sind gut. Auch wenn ich ein paar Passagen, vorallem im neuen Album, nicht so gerne mag, haben sie am Dienstag einfach ein großes Ding durchgezogen. Mit “Bleeding” angefangen. Alle Fäuste in die Höhe, weiße Chucks wurden schwarz und die ganze Meute querbeet, Aller! Das war was! Ich dann nass, aber glücklich mit meinem neuen Radl nach Hause gedüst.

Geiler Abend, gute Livebands, freu mich also auf den Juli, wo ja endlich auch Converge spielen und so das besagte Konzertsommerloch schön zukitten. Mit dröhnendem Groove und Gebolze, tief in die Nacht reichend.

(Danke an Tom für die Bilder)

A real misfit

Mai 8, 2008

Tja, Jungs. Sorry. Es war sicher gut gemeint, 30 Jahre MISFITS und so. Aber das war leider gar nix. Nixe. Mit guter Erwartung ins Docks und dann, 25 Euro leichter und dreineinhalb Bands später, mit schüttelndem Kopf nach Hause. Ein Sound wie im Horrorbuch, alte Herren, die fast lustlos Lieder runter kloppen, die man sowieso nur erahnen aber auf keinen Fall erkennen konnte und ein steifes, ebenso fast lustloses Publikum, dass an diesem Abend sowieso nur seicht vorhanden war.

Heideroosjes waren unerwartet echt noch die Besten, haben aber dennoch jetzt nicht den Abend allzu viel herausgekitzelt. Und so bin ich, wie viele andere, einfach enttäuscht und hätte, bei aller Misfitsliebe, den Abend einfach besser mit einem Jever am Strand ausklingen lassen sollen.

Aber gut. Ich konzentriere mich nun auf das nächste Highlight mit Ignite und Death Before Dishonor und hake das Ganze mal ab. Alten Herren darf man schließlich nicht böse sein.

This is good!

Mai 7, 2008

Ich bin ja eigentlich ein ziemlicher Filmlulu: 1. die wenigsten Klassiker gesehen und 2. weiters auch in der aktuellen Cine-Welt nicht wirklich auf dem Laufenden.

Aber dennoch kommen mir ab und an gute Filme unter, die ich dann so lange auf meiner gedachten Liste habe, bis ich sie ebenso gedacht abhaken kann. Entweder berühren mich die Streifen dann gar nicht - oder schlagen bei mir wie eine Bombe im Krisengebiet ein.

So gestern abends mit einem britischen Film geschehen. THIS IS ENGLAND (verrrry nice website!). Verdient alle Auszeichnungen zu Recht, berührt, erzählt, bildet und lässt einen mittendrin sogar verzückt quiecken. Undd das nicht nur Freunde des echten britischen Akzentes. Selbst der Soundtrack ist eine Wucht (nicht nur im Preis von amazon) und ich kann THIS IS ENGLAND einfach nur jedem ans Herz legen, der seichte Spülkomödien satt hat, Freund von schönen Bildern und kantigem Inhalt ist und einen kleinen rothaarigen britischen Jungen ins Herz schließen möchte.

***** 5 Hanna-Filmsterne.

One Way Road

April 29, 2008

Sehr schön.

Die Meldung des Tages (und das an einem Dienstag!) war zeitgleich ein Link, der ab Bekanntgabe des Datums, den Countdown zum NEUEN OASIS ALBUM zählt.

www.newoasislp.com

Ich stehe ja nach wie vor zu meiner Oasisliebe und verehre die Herren aus England wie damals, als ich mit 13 (grob wurstig geschätzt) den ersten Weg des guten Geschmacks eingeschlagen bin (was sich auf mein Outfit aber leider nicht sonderlich deutlich abgezeichnet hat - zu groß war Unsicherheit und Nichtwissen der passenden Kombinationsmöglichkeiten meinem Alter entsprechend).

Sie haben verdammt gute Alben gemacht, Musikgeschichte geschrieben, sie haben Scheiße gelabert, zu viel getrunken, gezogen, gekifft, sie haben schlechte Schlagzeilen und einige Chartsbrecher rausgebracht, sie haben zuletzt ein unnötiges Album auf den Markt geworfen, weiters ein paar unmögliche Lieder veröffentlicht und dennoch eine ganze Nation, eine ganze Schar Fans entzückt und gehen nun also einen Schritt voran. Und ich werde wieder dabei sein.

Today I found a really lovely thing on the web. Here you go.

Da fehlt nur noch: WO WÜST, GSCHISSANA. Rosa Garn. Überm Heisl.

Ich komm jetzt sicher nicht mit diesem abgedroschenen April-April-Spruch… aber er macht wirklich was er will und ich fühle mich wie eine arbeitssuchende 45jährige Uschi, die den ganzen Tag nur über das Wetter schimpft, sich mit ihren dicken Brüsten über die Fensterbank lehnt und dabei Kette raucht, als ob Tabak in Massen besseres Wetter und mehr Geld bringen würde.

Wir haben uns aber nichts nehmen lassen und sonntags, nachdem es verheißungsvoll vom Himmel strahlte, den Fertiggrill angeworfen.

Es lebe die Kompromisslösung und ein Kopf voller Ideen! Zucchini rauf, dann das Fleisch und meine Fakeschnitzerl hab ich letztendlich einfach in die Pfanne gedroschen, weil ein zweiter Grill das Wetter von rechts wohl nicht überlebt hätte. Danach zwang mich eine gepflegte Schweinelähmung auf die Couch und später ins Bett. Hat sich also gelohnt. Satt samma wordn.

Berlin find ich nun übrigens auch nimmer sooo scheiße. Also, wohnen würd ich dort nicht wollen. Ich spreche da nicht von ein paar Wochen oder Monaten… - aber mein Haupt dort fix und ergeben jeden Tag auf das Kissen zu legen, würde mir wohl einiges abverlangen.
Klar, man sieht immer nur einen Bruchteil, kann erst mit jedem Besuch den Eindruck erweitern und dann besonders im Sommer eine Stadt lieb gewinnen.

Berlin ist definitiv keine Stadt für den Winter und bei Sonnenschein um geschätzte 80% reizvoller. Es ist eine große graue Stadt, mit so vielen Winkeln, Leuten, Ecken und Unterschieden, dass man irgendwie gar nicht nachkommt und häppchenweise saugen muss. Klar, das macht die Sache interessant und die Stadt unverwechselbar, aber dennoch muss ich nicht. Vergleichen schon gar nicht. Hamburg ist nicht Berlin und umgekehrt. Gut so! Ich weiß, wo ich hingehöre und nun wo ich in der Hauptstadt gut einkaufen kann. Ich hoff, dass mir noch viele andere Berliner Ecken gezeigt werden und weiters, dass Hamburg nicht langweilig wird. Aber wie sagt meine Mama immer?

MAN MACHT ES SICH IMMER SELBST SCHÖN. ODER LANGWEILIG